Das selbstorganisierte und selbstzuorganisierende queer*feministische Sommercamp für alle, die mit und ohne Kind*er leben. Für Kinder, Jugendliche, deren Hauptbezugspersonen, Eltern, Co-Eltern, (Wahl-)Verwandte, Mitbewohner*innen, Freund*innen, Menschen mit und ohne Verantwortung für Kinder und für alle anderen Interessierten!
Vom 7. – 14. August 2015 möchten wir in der KoWa (Thüringen) mit euch gemeinsam zum bereits 6. Mal das gute Leben ausprobieren und einen Ort für Austausch, Veränderung und gegenseitige Unterstützung aus einer herrschaftskritischen und Anti-Diskriminierungsperspektive schaffen. Wir möchten mit euch eine Woche drinnen und draußen leben, miteinander diskutieren, spielen, reflektieren, hinterfragen, am Feuer sitzen, die Verhältnisse verändern, Pläne schmieden, Urlaub machen… und uns gegenseitig ganz praktisch dabei unterstützen Alternativen zu leben, bis sie für uns und in der Gesellschaft selbstverständlich werden.

Dabei geht es um Fragen wie:

Wer fühlt sich zuständig für die Begleitung jüngerer Menschen? Wie lange, wie verlässlich und wie oft? Und was gibt es alles für Möglichkeiten? Welche Alternativen kann ich leben, wenn ich das (heteronormative) Kleinfamilienmodell nicht leben kann und/oder will? Wie machen das andere ganz konkret, und wie geht’s ihnen damit?

Wie kann ich eigentlich jüngeren Menschen mitteilen, was mir wichtig ist? Wie mit ihnen gemeinsam Erfahrungen sammeln, lernen und wachsen? Was macht der Einfluss von Kindergarten und Schule – und wie kann das anders gehen?

Welche Geschlechterrollen möchte ich hinterfragen und selbst (nicht) leben? Wie will ich l(i)eben, mit wem und warum? Wie kann ich jüngere Menschen unterstützen, trotz dominanter gesellschaftlicher geschlechtlicher Zuschreibungen ihr eigenes Selbstverständnis zu entwickeln und zu leben?

Wie kann ich in meinem Alltag mit jüngeren Menschen eine rassismuskritische Haltung leben? Welche rassistischen Strukturen, Erfahrungen und Einstellungen wirken – offen oder unbewusst – in meinem Leben? Wo und wie reproduziere ich sie? Was kann ich bei mir verändern?

Welche Macht habe ich als „Erwachsene_r“ gegenüber einem „Kind“? Wie kann ich verantwortungsvoll damit umgehen? Wie kann ich jüngere Menschen bestärken und sie einbeziehen, ohne sie zu überfordern?

Mit Kindern leben IST politisch – und wie kann ich mit Kindern leben und (weiter) Teil von politischen Strukturen sein? Wie müsste diese sein, damit auch Kinder und Bezugspersonen darin Platz haben?

Ist Gemeinschaft eine mögliche Lösung? Kollektive, Kommunen, Hausprojekte – was kann daran schwierig sein und welche Potentiale biete es?

Das Camp lebt von Themen, Ideen, Workshopangeboten, Diskussionsbeiträgen, Fragen usw. Wir freuen uns schon auf das alles – und auf euch!

* Der Flyer in Schwarz-Weiss zum selber ausdrucken

* Der Flyer in Lila zum selber ausdrucken